Sanierung

Na, altes Haus? Zeit fĂŒr die VerjĂŒngungskur!

Ist Ihre Immobilie in die Jahre gekommen? Das ist noch lange kein Grund, dem Glanz vergangener Tage nachzutrauern. In vielen FĂ€llen lohnt sich eine Sanierung, die Ihr Haus nicht nur energetisch besser dastehen lĂ€sst. Das Wichtigste dabei: ein guter Plan mit optimaler Umsetzung. Und das geht so…

Mit (Bau-) Substanz:

Bringen Sie die aktuelle GebÀudeaufteilung zu Papier und notieren Sie sÀmtliche LÀngen, Breiten, Raumhöhen und WandstÀrken. Achten Sie vor allem auf tragende Elemente und DÀmmungs- sowie Dichtungsmaterialien. Holen Sie sich professionellen Rat, wenn Baustoffe und Konstruktionsarten nicht gerade Ihr Fachgebiet sind.

Mit Energie:

Kommen Sie Ihren gesetzlichen Pflichten nach. Hat die Immobilie nach dem 1. Februar 2002 den EigentĂŒmer gewechselt, sind Sie zur energetischen Sanierung des Dachstuhls oder Dachgeschosses verpflichtet. Und: Vor 1980 installierte Heizkessel mĂŒssen meist ausgewechselt werden. Holen Sie sich auch fĂŒr weitere Maßnahmen am besten einen Energieberater ins Haus! Das schafft am Ende ein höheres Energie-Level und vorher Klarheit fĂŒr Ihre Kostenplanung.

Mit Weitsicht:

Bedenken Sie, welche Komponenten nach welcher Zeit erneuert werden sollten. Faustregel: Tapeten und Innenanstriche, Teppiche, Flachdacheindeckung, Anstriche von Fenstern und TĂŒren im Außenbereich sowie der Fassade alle fĂŒnf bis zehn Jahre; Dachrinnen, Fallrohre, FußbodenbelĂ€ge, Heizungsteile, elektrische Steuerung, Verglasungen und Verfugungen im Außenbereich alle 15 bis 30 Jahre; Kamine, Dachziegel und Dachstuhl, Außenverkleidung, Fenster und TĂŒren, Wasser- und Stromnetz, Bad- und KĂŒchenausstattung, Putz und Fliesen im Innenbereich alle 30 bis 50 Jahre.

Mit Recht:

Beachten Sie das Baurecht sowie Möglichkeiten der finanziellen Förderung. Ihre Bank bietet sicherlich attraktive Modernisierungskredite an, und die staatliche KfW hilft bei energetischen Sanierungen. Informieren Sie sich bei den zustĂ€ndigen Behörden ĂŒber Denkmalschutz und Bebauungsplan. Eine Genehmigung brauchen Sie fĂŒr NutzungsĂ€nderungen, Neuerungen wie Dachausbau oder Wintergarten, Modifikationen an Schornsteinanlage oder GebĂ€udestatik, Umbauten von Abwasseranlagen und auffĂ€llige Renovierungen der Fassade. Zwei bis drei Monate nach Ihrem Baugenehmigungsantrag erhalten Sie die Freigabe zum Bau, fĂŒr den Sie 36 Monate Zeit haben.

Mit Hilfe:

Lassen Sie sich bei Großprojekten von einem Architekten unterstĂŒtzen, der Sie auch beim Bauantrag und Zeitplan betreut. Zur AusfĂŒhrung aller Arbeiten, die Sie nicht selbst stemmen, stimmen Sie sich mit Handwerksmeistern ab. Treffen Sie vertraglich Vereinbarungen – auch zur Abrechnung nach Stundenlöhnen, Einheits- oder Pauschalpreisen.

Mit Vorsicht:

Dokumentieren Sie die Baustelle mit einem Bau-Tagebuch, um eventuelle Unstimmigkeiten spĂ€ter belegen zu können. Kontrollieren Sie die einzelnen Arbeiten und vergleichen Sie deren Fortschritte mit Ihrer Zeitplanung. Abnahmen gehören fĂŒr Bauherren und Beauftragte zu den wichtigsten Terminen, denn sie bescheinigen die korrekte VertragserfĂŒllung durch den Handwerker.

Mit Sicherheit:

Auch wenn Handwerker fĂŒr selbstverschuldete SchĂ€den haften mĂŒssen, gibt es etwa durch die Absicherung der Baustelle oder marode Bausubstanz weitere Gefahrenstellen. Denken Sie an die gesetzlich vorgeschriebene Unfallversicherung fĂŒr alle Helfer, die nicht durch ein Unternehmen an der Sanierung beteiligt sind, und an die Erneuerung Ihrer GebĂ€udeversicherung, wenn sie durch den Umbau ihre GĂŒltigkeit verliert. Eine Bauwesenversicherung deckt zudem das Risiko von SachbeschĂ€digung oder Diebstahl wĂ€hrend der Sanierung ab. Und: Lassen Sie sich vom Architekten seine Berufshaftpflichtversicherung zeigen.
Fazit: Planen Sie gut mit Zeit und Geld, und holen Sie sich Hilfe, wo Sie nötig ist. Darauf können Sie bauen!

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